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An der Schule endet eine besondere Zeit

Rektor Helmut Lallinger und Studienrätin (GS) Isolde Held wurden verabschiedet – Viel Wehmut bei der Abschiedsfeier

Eichendorf. Mit dem Ende des Schuljahres 2020/2021 musste sich die Joseph von Eichendorff Schule von zwei verdienten Pädagogen verabschieden. Die Studienrätin (GS) Isolde Held und Rektor Helmut Lallinger haben lange an der Eichendorfer Schule gewirkt und deutliche Spuren hinterlassen. Nun wurden sie am Donnerstag in den verdienten Ruhestand entlassen.

"Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät", dieser Satz kam Konrektor Günther Sicheneder in den Sinn, wenn man am letzten Schultag diese beiden Kollegen verabschieden müsse, so Sicheneder. Rektor Helmut Lallinger und Studienrätin (GS) Isolde Held bezeichnete der Konrektor in seiner Ansprache als "Säulen der Schule". Helmut Lallinger sorgte sich in seinem Lehrerleben insgesamt 36 Jahre lang um das Wohl der Schüler. In Eichendorf führte er in den letzten sechs Jahren von 2015 bis 2021 die Schule sehr umsichtig, fachlich kompetent und kooperativ, würdigte Sicheneder.

Viele schöne und lustige Momente an der Schule

Schulrat Michael Schütz (links) bedankte sich und überreichte Rektor Helmut Lallinger die Urkunde der Versetzung in den Ruhestand.

Als Lallinger 2015 an die Schule kam, schaute er noch manchmal etwas finster drein, sagte Sicheneder schmunzelnd, doch bald wandelte er sich vom Sheriff zum humorvollen Mediator, er hatte die Eichendorfer Fröhlichkeit verinnerlicht, und es gab viele schöne und lustige Momente an der Schule, an denen er maßgeblich beteiligt war. Sein Steckenpferd war die Digitalisierung der Schule. Ein weiterer wichtiger Punkt war für ihn, Eichendorf als Schulstandort zu erhalten. Durch das große Engagement von Rektor Lallinger sei die Mittelschule Eichendorf gestärkt worden. Er handelte professionell, umsichtig und mit Fingerspitzengefühl. "Durch sein pädagogisch weitsichtiges Handeln hinterlässt er ein sehr gut bestelltes Feld, auf dem sich die Schule weiter entwickeln kann", sagte Sicheneder.

Hausmeister Franz Bauer (von links), Bürgermeister Josef Beham, Geschäftsleiter Franz Enzensberger, Auszubildender Florian Loher und überreichen an Isolde Held Geschenke.

Wenn der Konrektor an seine Kollegin Isolde Held denkt, fällt ihm die agile, modebewusste Lehrerin ein, die ihren Schülern bis zuletzt immer die Tänze im Unterricht oder die Übungen im Sport vormachte. Isolde Held lag immer das Wohl ihrer Schüler am Herzen, betonte Sicheneder. Sie hat mit ihrer ruhigen, überlegten, aber auch entschlossenen Art das Leben an der Schule maßgeblich mitgeprägt. 39 Jahre lang war sie Garant für hervorragendes pädagogisches Wirken an der Schule in Eichendorf. Isolde Held war eine tragende Säule der Grundschule, sozusagen eine Institution, ohne die man sich die Schule nicht vorstellen kann. So baute sie an der Schule die Lernwerkstatt auf und war lange Jahre Betreuungslehrerin für Lehramtsanwärter. Sie war 25 Jahre lang Sportbeauftragte der Grundschule und war bei Sportfesten für den reibungslosen Ablauf verantwortlich.

 

Dafür sprach Konrektor Sicheneder Isolde Held ein herzliches Dankeschön aus, ihre humorvolle und kollegiale Art im Lehrerkollegium werde man bestimmt vermissen, sagte Sicheneder.

Schulrat Michael Schütz bezeichnete die scheidende Lehrerin als Eckpfeiler der Joseph von Eichendorff Schule, im Besonderen der Grundschule. 1979 legte sie ihr Staatsexamen ab und kam als Lehramtsanwärtern an die Grundschule Landau und Volksschule Wallersdorf. Nach dem zweiten Staatsexamen wurde sie 1982 an die damalige Hauptschule Eichendorf versetzt. In dieser langen Zeit war Held nicht nur für die Schüler immer da, sondern auch für ihre jungen Kollegen als Betreuungslehrerin. Dieses Engagement wurde 2011 wertgeschätzt durch eine Beförderung und 2017 wurde sie zur Studienrätin im Grundschuldienst ernannt. 2019 konnte Held ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiern und mit dem 1. August 2021 tritt sie nun in den Ruhestand ein, sagte Schütz.

Als korrekten, nachdenkenden, reflektierenden, seine Lehrer und Schüler im Blick habenden Rektor, so charakterisierte Schulrat Michael Schütz den scheidenden Rektor Helmut Lallinger. Bei seinem Antrittsbesuch 2015 hatte Lallinger betont: "Ich gehöre sicher nicht zum konventionellen Typus eines Schulleiters, das war ich nicht, das bin ich nicht und das werde ich nicht sein." In all den Jahren hat er für seine Schule und die Kinder vieles auf den Weg gebracht, würdigte Schulrat Schütz das große Engagement von Helmut Lallinger. Der Schulleiter ist Organisator, Koordinator, Initiator, Motivator, Verwalter, Vermittler, Coach und Spielmacher – ein Tausendsassa, vielleicht auch ab und an so etwas wie ein "Superman", zählte Schütz die Eigenschaften auf. "Die Joseph von Eichendorff Schule hat es gut getroffen – nämlich mit dir Helmut, als Rektor."

Isolde Held: Immer dienstbeflissen und schnell

Bürgermeister Josef Beham lobte Isolde Held als dienstbeflissen, blitzschnell und seit 1982 mit unverminderter Geschwindigkeit für ihre Schule unterwegs, mit viel Einsatz und viel Herzblut für ihre Schüler, sagte Bürgermeister Beham. Im Namen der Marktgemeinde dankte der Bürgermeister dem scheidenden Rektor Helmut Lallinger für sein großartiges Wirken und dankte für die stets gute Zusammenarbeit. Er würdigte die Leistungen und das besondere Engagement von Rektor Lallinger, der die Schule nachhaltig geprägt habe und wünschte ihm alles Gute, Glück, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit.

 

Landtagsabgeordnete Petra Loibl dankte den beiden Pädagogen für ihr leidenschaftliches und unermüdliches Engagement immer im Sinne und zum Wohle der Kinder und Jugendliche. Beide haben ihre Aufgabe darin gesehen, im Leben der Schüler Weichen zu stellen, Begabungen zu erkennen und zu fördern, Schüler und auch das Kollegium zu motivieren.

Gute Wünsche für den Ruhestand und ein Dankeschön gab es auch von den Schülern der 9. Klasse sowie von der Elternbeiratsvorsitzenden Anneliese Zauner.

In einer emotionalen Abschiedsrede betonte Isolde Held, dass es wirklich keine Selbstverständlichkeit sei, so viele Dienstjahre hinter sich zu bringen und noch dazu an ein und derselben Schule. Sie betonte, diese lange Wegstrecke in Eichendorf war für sie eine Zeit, in der sie viele glückliche und humorvolle Momente mit sehr hilfsbereiten Kollegen erleben durfte. Sie starte mit einem lachenden und weinenden Auge in ihren Ruhestand.

Rektor Helmut Lallinger freut sich im Ruhestand auf Zeit zum Entspannen, auf kurz-Reisen, langes Schlafen, Faulenzen, Musik und Gartenarbeit. Mit einer Pause von zwei Jahren war er 20 Jahre als Rektor und Schulleiter tätig. "Für mich als Mensch, Lehrer und Schulleiter waren diese sechs Jahre in Eichendorf mit die schönsten in meinem bisherigen Leben", so Lallinger. "Herzlichen Dank, es war mir Ehre und Freude."